Viele Pferde leiden unter Magenschleimhautentzündungen oder auch unter den sogenannten Magengeschwüren! In einer Studie aus Amerika aus diesem Jahr wurde darauf hingewiesen, dass etwa 90 % der Sportpferde (insbesondere Distanz- und Rennpferde) und ebenso 53% der Freizeitpferde betroffen sind.
Was ist eine Magen(schleimhaut)entzündung?
Das Pferd besitzt einen einhöhlig-zusammengesetzten Magen, der sich aus der Drüsenschleimhaut und der kutanen Schleimhaut zusammensetzt. Die Drüsenschleimhaut besteht wiederum aus drei verschiedenen Zonen. Eine von diesen dreien ist die Cardiadrüsenzone, die Schleim produziert, um den Magen vor der Selbstverdauung zu schützen. Ist diese Zone angegriffen und funktioniert nicht mehr einwandfrei, ist sie empfänglich für Entzündungen.
Aufbau des Magens: Aufteilung in drüsenlosen Bereich (1) und Bereich mit Drüsen (2-4)
Wenn Zone 2 nicht mehr richtig funktioniert, wird der Magen anfällig für Entzündungen.
Dabei kann eine Magenentzündung akut oder chronisch verlaufen. Ebenso besteht die Gefahr, dass durch die Entzündung die Magensäure in tiefere Schichten des Magens eindringt und die Magenwand zerstört. Aus jeder Gastritis kann ein Magengeschwür (equine gastric ulster syndrom=EGUS) entstehen.
Doch wie genau erkennt man Magenprobleme?
Die klinischen Anzeichen sind oft unspezifisch: Leistungsabfall, wiederkehrende Koliken, Appetitlosigkeit, schlechter körperlicher Zustand, stumpfes Fell, Widersetzlichkeit beim Gurten, abwehrendes Verhalten beim Putzen/Streicheln. Ebenso können sich Magenprobleme auch in schlechter Futteraufnahme äußern. Dazu können vermehrtes Schlecken, häufiges Gähnen und Flehmen gezeigt werden. Müdigkeit, apathisches Verhalten, übler Geruch und Gewichtsabnahme können weitere Anzeichen sein. Tatsächlich kann es aber auch passieren, dass die Pferde keinerlei Symptome aufweisen.
Wie kommt es zu den Geschwüren?
Magenerkrankungen können beim Pferd durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden, die meist unspezifisch sind. Unter anderem können folgende Ursachen für Magenprobleme sein:
- Medikamente: sie können die Magenschleimhäute und ihre Abwehrmechanismen verringern oder sie sogar beschädigen. Dadurch sind sie nicht mehr ausreichend geschützt und können von der Magensäure angegriffen werden.
- Stress: durch Turniere, Stallwechsel oder durch Ärger mit dem Boxennachbarn steigt der Cortisol-Spiegel im Blut, welcher zu einer verminderten Durchblutung der Magenschleimhäute führen kann.
- Fütterung: durch schlechtes, verunreinigtes oder zu wenig Heu/Raufutter, zu viel Kraftfutter oder zu lange Pausen zwischen den Mahlzeiten. Auch ein ständiger Wechsel in der Fütterung kann eine Belastung für die Schleimhäute darstellen.
- Schmerzen: alle unerkannten und auch erkannten Verletzungen und Krankheiten am Bewegungsapparat schlagen auf den Magen.
- Falsches Training und Überforderung des Pferdes können ebenfalls Magengeschwüre auslösen.
Welche Folgen können Magengeschwüre haben?
- Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kann sich zu einem Magengeschwür (EGUS) entwickeln, welche im schlimmsten Fall zu einem Magendurchbruch führen kann. Gelangt Mageninhalt in die Bauchhöhle ist jede Hilfe zu spät. Deswegen sollte diese Krankheit nie auf die leichte Schulter genommen werden.
- Koliken: durch Schmerzen, den dadurch entstehenden Stress oder durch die Gabe von Medikamenten.
Wir führen in unser Shop Hippodigest. In Hippodigest ist Spirulina eine der Hauptinhaltsstoffe. Durch Untersuchungen (leider noch nicht wissenschaftlich) hat man festgestellt, dass die Zugabe von Spirulina die PH -Werte im Magen reguliert, was wiederum die Schleimhäute schützt.
Die Spirulina Alge enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente, unter anderem Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Phosphor, Kalium und Chrom. Die Alge enthält außerdem Chlorophyl, sowie Betacarotin und Phycocyanin. Diese natürlichen Inhaltsstoffe haben ebenfalls eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Weiterhin enthält es u.a. Omega-3 und -6 Fettsäuren und ist frei von Konservierungsstoffen.
Hippodigest eignet sich hervorragend für Pferde mit einem empfindlichen Magen oder auch präventiv, wenn zum Beispiel ein Umzug oder ein Turnier bevorsteht. Gerne empfehlen wir hier auch die Kombination aus Hippodigest und Olimond zu geben, um den Magen-/Darmtrakt optimal vorzubereiten und um das Immunsystem zu unterstützen. Aber nicht nur magenempfindliche Pferde reagieren positiv auf Spirulina. Es kann ebenso als Entgiftungsmittel eingesetzt werden, so dass es z.B. auch bei Ekzemerpferden zu positiven Veränderungen führen kann.
HINWEIS: Hippodigest ist kein Ersatz für eine Tierärztliche Untersuchung und Behandlung.
Wichtig ist, wenn dein Pferd eine dieser Symptome zeigt, bitte dies mit deinem Tierarzt/Tierärztin besprechen und behandeln lassen. Auch solltest Du herausfinden welche Faktoren diese Symptome auslösen und diese gilt es dann anzugehen. Ohne den Grund für die Symptome zu finden, werden die Magenprobleme nicht verschwinden und können über eine längere Zeit zu erheblichen Folgeerkrankungen und Schmerzen führen.
Falls ihr noch mehr zur Diagnose und Behandlung zum Thema Magen erfahren wollt, empfehlen wir das Pferde Gesundheitsbuch von Dr. med. vet. Beatrice Dülffer-Schneitzer.
Helle Kleven Shop 2021©️
Quelle:
Düffler-Schneitzer, B (2019) “Pferde Gesundheitsbuch“ FN-Verlag-Warendorf, 4. Auflage ISBN 978-3-88542-718-6
Svagerko, P., Bridges, W., Jesch, E., Pratt Phillips, S., Vernon, K. (2021) “55 Equine gastric ulcers; a pilot study: associated biomarkers and polysaccharide supplementation as a solution”Journal of Equine Veterinary Science,Volume 100,103518, ISSN 0737-0806,
Sykes, B.W., Hewetson, M., Hepburn, R.J. N., Luthersson, Tamzali, Y. (2015), “European college of equine internal medicine consensus statement-equine gastric ulcer syndrome in adult horses”
J. Vet. Intern. Med., 29 pp. 1288-1299, 10.1111/jvim.13578
Loeffler K., Gäbel G. (2009): Anatomie und Physiologie der Haustiere. 12. Auflage. Eugen Ulmer KG